Gemälderestaurierung Die Zustandserfassung Nach der Begutachtung des Objektes und der Festlegung der notwendigen Maßnahmen, beginnt die Konservierung oder Restaurierung mit der fotografischen und schriftlichen Erfassung. Das Objekt wird exakt vermessen, die verwendeten Materialen benannt und entsprechend Analysiert. Alle Beschädigungen werden genau schriftlich beschrieben, ebenfalls vermessen, lokalisiert und Fotografiert. Schon bei diesem Arbeitsschritt können erste Konzeptänderungen anstehen, die Ihnen sofort mitgeteilt werden. Neue Erkenntnisse werden ebenfalls dokumentiert. Die Festigung Lose Bestandteile werden vor jedem weiteren Schritt gefestigt und / oder wieder eingefügt. Die Wahl zwischen synthetischem oder natürlichem Klebstoff erfolgt individuell und Objektbezogen. Selbstverständlich sind natürliche Klebstoffe dem der großen Palette an künstlichen Konsolidierungsmitteln vorzuziehen. Schon in diesem Schritt werden eventuell hochstehende Farbschollenränder niedergelegt, damit im Zuge der weiteren Arbeitsschritte nichts an ihnen anhaften kann, wie zum Beispiel Watteflusen, im Falle einer geplanten Reinigung der Oberfläche oder gar Firnisreduzierung. Die Reinigung oder Firnisabnahme Im Falle einer geplanten Reinigung / Firnisreduzierung werden vorsichtig Reinigungsproben am Rand oder wenig einsehbaren Stelle gemacht. Die Reinigung oder Firnisreduzierung ist stets der Teil, bei dem mit besonderer Vorsicht zu arbeiten ist, benetzt der Restaurator die Firnis- oder Malschicht doch mit einem Lösungsmittel. Bei unsachgemäßem Einsatz von Lösungsmitteln oder sogar  reiben während des Reinigungsvorganges, kommt es auch am häufigsten zu irreparablen Schäden, wie Verputzungen (Abreibungen der Malschicht auf den Gewebeknötchen der Leinwand), Ablösung von Lasuren, Zerstörung  von zarten Details oder gar Signaturen. Hier kommt besonders das Fachwissen und die Erfahrung des ausgebildeten Restaurators zur Geltung. Das Wissen um die Wirkung des jeweiligen Fluids, kurzfristig oder langfristig, dessen maximale Verweildauer auf dem Objekt und des jeweiligen Bindemittelbedarfes der verwendeten Pigmente und damit deren Lösungsverhaltens der Malschicht, spielen eine oft unterschätzte Rolle.
Die Kittung und Retusche von Fehlstellen Bereiche mit fehlender Grundierungs- und Farbschicht werden mit Kreidekittmasse aufgefüllt. Auch fehlende Strukturen können auf diesem Weg rekonstruiert werden. Bei der abschließenden Retusche werden nur die tatsächlichen Fehlstellen geschlossen. Für das verschließen großflächiger Bereiche stehen verschiedene Arten der Retusche zur Verfügung. Datenschutzerklärung