Spezielle Techniken Die Rissverklebung Risse in textilen Bildträgern wurden vor vielen Jahren üblicherweise noch mit Gewebepflastern verschlossen. In Ausnahmenfällen ist dieses auch heute noch nötig. Schonender, unauffälliger und haltbarer sind jedoch Rissverklebungen, ggf. unterstützt durch Fadenbrücken. Natürlich ist diese Technik zeitaufwendiger als das bloße Aufkleben eines Stück Stoffes. Bei einer Rissverklebung, fälschlicherweise auch oft als "Rissverschweißung" bezeichnet, werden die zerrissenen Fäden wieder zusammen gefügt und verklebt. Fehlende Fäden können ersetzt werden. Die Fäden, alte oder neu hinzugefügte, werden dem umliegenden Gewebe entsprechen verwebt. So kann in diesem Bereich wieder die Spannung getragen werden, die durch die Beschädigung verloren ging. Die sogenannte Klimakammer Ist ein zu langer Zeitraum zwischen Eintritt des Risses und einer Restaurierung vergangen, "altern" Risse auseinander. Natürliches Gewebe ist hygroskopisch, das heißt sie quillt und schwindet bei sich ändernder Luftfeuchtigkeit. Mit der Zeit zieht sich das Gewebe an den Rissrändern zusammen und es öfnet sich ein Spalt. Durch die langsam ansteigende Befeuchtung in einer Klimakammer und temporär aufgeklebte Spannfäden, kann dieses Phänomen rückgängig gemacht werden. Auch dieses langwierige Verfahren verlangt große Erfahrung, regelmäßige Kontrolle der Luftfeuchtigkeit im Klimazelt und behutsames Nachspannen der Fäden. Den Abschluß bildet auch hier eine Rissverklebung. Datenschutzerklärung